Der nie gekündigte Bund

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. bekräftigt in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Communio (4/18) seine Haltung: Die Juden sind Gottes Volk, aber die Wahrheit liegt im Christentum.

Christian Rutishauser SJ nimmt im NZZ-Feuilleton vom 7.7.2018 Stellung:  «Die Dialogtexte der Kirche sprechen seit «Nostra aetate» immer auch von der Beziehung zwischen Juden und Christen und deren Qualität. Bei Benedikt fehlt diese Dimension. Nirgends versucht er, das Judentum als Glaubensgemeinschaft nach Christus zu verstehen, zu wertschätzen oder aus der jüdischen Tradition zu lernen. (…) Signale in diese Richtung wären notwendig gewesen, nur schon, um den vatikanischen Dokumenten seit dem Konzil gerecht zu werden, die dies explizit fordern.»

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Das heikle Thema der jüdisch-katholischen Beziehung ruft nun weitere AutorInnen auf den Plan. So etwa Pfarrer Heinz Angehrn, der in zahlreichen Funktionen für die Kirche Schweiz wirkte und für die Schweizerische Kirchenzeitung und das diözesane Forum redaktionelle Mitverantwortung trägt: «Das Thema verfolgt uns – und mit «uns» meine ich nun sämtliche christliche Kirchen und Theologien seit Jahrhunderten – für immer. Denn das Judentum ist im Verhältnis zum Christentum keine reine Konkurrenzreligion, sondern vielmehr unsere Mutterreligion.»

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