P. Rutishauser SJ in der «Rundschau» zum geplanten Rückzug von Bischof Huonder bei den Piusbrüdern

Der Churer Bischof Vitus Huonder will sich in ein Internat der Piusbrüder zurückziehen. Er habe einen Auftrag, den Kontakt mit der Piusbruderschaft zu pflegen. Der Vatikan widerspricht, so die Nachrichtensendung Rundschau des Schweizer Fernsehens in ihrer Ausgabe vom 10. April 2019.

Die Nachricht, dass sich Bischof Huonder in das Knabeninternat «Sancta Maria» der Piusbrüder in Wangs (SG) zurückziehen will, hat von Anfang an für Kritik gesorgt. Laut Erklärung seines Sprechers Giuseppe Gracia im Januar 2019 stehe dieser Schritt im Zusammenhang mit einem Auftrag der Glaubenskongregation in Rom: Bischof Huonder solle den Kontakt mit der Piusbruderschaft aufrechterhalten.

Nun widerspricht der Vatikan. Auf Anfrage der Nachrichtensendung Rundschau des Schweizer Fernsehens teilt Rom mit: «Der Pressestelle ​​des Heiligen Stuhls ist kein offizieller Auftrag der Glaubenskongregation an Bischof Vitus Huonder bekannt, um den Kontakt mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu halten.» Das Bistum Chur und die Piusbrüder seien gegenüber SRF zu keiner Stellungnahme bereit gewesen, teilt die Rundschau-Redaktion mit.

«Jetzt steht Aussage gegen Aussage», sagt Christian Rutishauser SJ, der im Rundschau-Beitrag zu Wort kommt. «Die Quelle, der ich letztlich vertraue, ist der Vatikan.» Der Provinzial der Schweizer Jesuiten vermutet im TV-Beitrag, Bischof Huonder habe wohl versucht, mit Verweis auf Rom seinen Umzug zu den Piusbrüdern zu legitimieren. Für Rutishauser stehen die Piusbrüder für «Fundamentalismus» und «Revisionismus», die versuchten, das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Christian Rutishauser: «Die Piusbruderschaft ist antijudaistisch. Sie sehen die Juden als Gottesmörder. Ihre Liturgie hat ein negatives Judenbild.»

Hier gelangen Sie zum geplanten Rundschau-Beitrag

 

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