«Das Land» - Religiöse Sehnsucht und biblische Verheissung

«Geh in das Land, das ich Dir zeigen werde» - diesem Ruf folgte Abraham und wird zum Urvater des Glaubens an den einen Gott. Die Beziehung «zum Land» zwischen Jordan und Mittelmeer hat die jüdische Gemeinschaft nie losgelassen, egal in welchem Exil sie sich gerade befand.

Zu den zentralen biblischen Verheissungen des Gottes Israels an sein Volk gehört die vom Land. Darum ist «das Land» auch im religiösen Bewusstsein von Christinnen und Christen ständig präsent. Auch sie besingen Zion, Jerusalem und das Land in Psalmen und Kirchenliedern. Wenn sie das Gebiet links und rechts vom Jordan meinen, sprechen sie oft vom «Heiligen Land». Aber: Kann man über «das Land» überhaupt rein spirituell und theologisch nachdenken, ohne tagespolitisch zu werden? Der 70. Jahrestag der Gründung des Staates Israel gibt Anlass dazu. In den Augen vieler Juden und auch Christen erfüllten sich mit dieser Staatsgründung biblische Verheissungen. Für viele arabische Muslime und Christen zerplatzten gleichzeitig existentielle Hoffnungen auf eigenes Land. – Was für eine biblische «Spiritualität des Landes» ist überhaupt möglich, ohne ungerecht zu werden?

In der Radiosendung Perspektiven auf SRF 2 vom Sonntag, 15. April 2018 versuchen der Schweizer Jesuit Christian Rutishauser und der jüdische Gelehrte Gabriel Strenger Antworten.

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