Weihnachten: Fragen in unruhiger Zeit, Antworten mit Gott aus der Tiefe des Herzens

Liebe Freundinnen und Freunde der Jesuiten

Weihnachten 2018! Das Fest von Jesu Geburt steht vor der Tür. Das Fest der Menschwerdung Gottes. Der Advent hat uns eingeladen, uns auf Menschwerdung hin vorzubereiten. Weihnachten ereignet sich, wenn Christus in uns Mensch wird und wir in ihm.

In einer Gesellschaft, in der das Humane immer stärker unter Druck kommt, ist Weihnachten neu von Bedeutung. Wo bleibt das Humane, das schreiende Kind und der sehnsüchtige Blick? Wo bleibt der kritische und kreative Geist, der Neues schafft, wenn der Mensch wie eine Maschine funktionieren muss. Roboter ersetzen ihn mehr und mehr. Er ist gesteuert von neuronalen Prozessen des Gehirns, löst sich in eine digitale Welt hinein auf.

In einer Welt, in der das Menschliche mit Füssen getreten wird, ist die Menschwerdung Gottes mehr als notwendig. Wo bleibt die Solidarität und das Teilen, die Herberge, die aufnimmt? Wo bleibt die Friedenszeit, die mit der Geburt Christi anbricht, wenn Menschenrechte an vielen Orten nicht garantiert sind. Weltweit haben wir noch nie so viele Menschen auf der Flucht gesehen. Entwurzelung, Vereinsamung, Armut sind für viele bittere Realität.

In einer Kultur, in der das Säkulare den Glauben an die Wand drängt, muss die Geburt des Erlösers gefeiert werden. Wo bleibt die Offenheit für Gottes Handeln an uns? Wo wird das Leben als Geschenk wahrgenommen, auf die biblische Botschaft gehört, wenn die Wissenschaften und der technische Fortschritt vorgeben, alles zum Besseren zu führen. Alles wird psychologisch und soziologisch erklärt. Gott ist nur ein Störfaktor.

Christi Geburt lässt uns auf das Leben als Geschenk blicken. Mit jedem Kind ist es neu gegeben. Gott vollendet mit uns und an uns das Menschliche. Die Freude darüber begleite Sie in diesen Festtagen.

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