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P. Provinzial kuratiert im Dezember Bilder in "Christ & Welt"

von Regula Lutz

Beitrag in "Christ & Welt" 50/2014

Ein Bild, ein Satz, ein Wunder

Bild von Oliver Boberg: Aussichtsplattform (1999-2000) kuratiert von Christian M. Rutishauser:

"Die Schönheit des Winters besteht darin, dass Früchte nicht verführen, Laub den Blick nicht verstellt und Sehnsucht sich ausstrecken kann. Geduld und Hoffnung werden alles erreichen."


Eröffnung "Jahr der Orden"

von Regula Lutz

„Freude & Freiheit“ – Jahr der Orden auch in der Schweiz eröffnet

Mit einer feierlichen Messe im Petersdom hat die katholische Kirche das „Das Jahr des geweihten Lebens“ eröffnet. Es wurde von Papst Franziskus für die gesamte Weltkirche ausgerufen und dauert bis zum 2. Februar 2016. Am ersten Adventswochenende wurde das „Jahr der Orden“, wie es hierzulande genannt wird, auch in der Schweiz mit einem Festgottesdienst in der Klosterkirche Einsiedeln eröffnet. Abt Urban Federer ist dem Gottesdienst vorgestanden. Der Provinzial der Herz-Jesu-Priester Pater Heiner Wilmer richtete das Predigtwort an die fast 800 Ordensleute, die in Einsiedeln zusammengekommen waren. Beim gemeinsamen Mittagessen, dem Festvortrag und der anschliessenden Vesper waren Mönche, und Nonnen, Vertreter und Vertreterinnen von apostolischen Orden und Säkularinstituten, Eremiten und Einsiedlerinnen vertreten. Vielfältig sind die Formen des „geweihten Lebens“. Das thematische Jahr soll die Rolle der Orden und weiterer Formen des spirituellen Lebens in der heutigen Zeit in den Mittelpunkt stellen.

„Weckt die Welt auf!“, schrieb Franziskus – der erste Jesuit im Papstamt – in einem Apostolischen Brief an die Ordensleute. Diese seien keine besseren Christen, aber sie hätten eine besondere prophetische Aufgabe, so der Papst. Die Mitglieder der Orden müssten heute vor allem an die Ränder der menschlichen Gesellschaft überall auf der Welt gehen, um Armen und Schwachen zu helfen und das Evangelium zu verbreiten. Die Orden seien „Experten der Gemeinschaft“ und müssten die Kirche zur Schule dieser Gemeinschaft machen. An anderer Stelle rief der Papst die Ordensgemeinschaften zu innerer Erneuerung auf. Ordensleute müssten ihre „Nester verlassen“ und den Glauben tatkräftig in die Welt tragen. Dafür müssten sie Freude ausstrahlen und die Botschaft Jesu stets zur Mitte ihres Lebens machen. Die Ordensleute der Schweiz haben daher ihr Motto gesetzt: „Jahr der Orden – Freude & Freiheit.“

Der auf allen Kontinenten tätige Jesuitenorden ist mit rund 17`000 Mitgliedern der grösste Männerorden der katholischen Kirche. In der Schweizer Provinz wirken gegenwärtig 58 Jesuiten. Sie sind in der Hochschulseelsorge, im Bereich spiritueller und religiöser Bildung, als Seelsorger und als Dialogpartner im gesellschaftlichen und interreligiösen Dialog aktiv. Weltweit gibt es rund 900.000 katholische Ordensleute. Dazu zählt knapp ein Drittel der weltweit 415.000 Priester. Mehr als Zweidrittel aller Ordensleute sind weiblich.

Lesen Sie dazu bitte ein Interview mit P. Provinzial Christian Rutishauser SJ.

 

 


Der Tod des Philosophen. Zum 25. Jahrestag des Massakers an der UCA (San Salvador)

Ignacio Ellacuría SJ und seine fünf Mitbrüder aus dem Jesuitenorden Ignacio Martín Baró, Segundo Montes, Amando López, Joaquín López y López und Juan Ramón Moreno wurden vor 25 Jahren am 16. November 1989 auf dem Gelände der „Zentralamerikanischen Universität“ (UCA) in San Salvador von einem Kommando der Eliteeinheit Atlacatl umgebracht, weil sie nach der Meinung des Generalstabes der salvadorianischen Armee - wie dieser vor und nach der Tat mehrfach die Ermordeten öffentlich bezeichnet hatte - zu den „intellektuellen Köpfen“ der politischen Opposition gehörten. Dass gleichzeitig mit ihnen ihre Köchin Julia Elba Ramos und deren Tochter Celina Ramos getötet wurden, geschah auf ausdrücklichen Befehl des für die Kommandoaktion verantwortlichen Obersten: es sollte keine Zeugen des Verbrechens auf dem Universitätsgelände geben.

Link zum ganzen PDF Artikel

Gedenk-Projekt der Chicago University


Ausstellung: „Von der Arche zu den Boatpeople - Flucht und Vertreibung im Wandel der Zeit“

Ausstellung der Jesuitenmission zu Flucht und Vertreibung 

„Von der Arche zu den Boatpeople - Flucht und Vertreibung im Wandel der Zeit“ – so lautet der Titel einer Ausstellung, mit der die Jesuitenmission auf das Schicksal von Millionen Flüchtlingen und Migranten aufmerksam machen will.

Eröffnet wurde die Ausstellung am Dienstag, 21. Oktober.
Ausstellungsort ist die Katholische Hochschulgemeinde Zürich (aki), Hirschengraben 86 (Nähe Central).

Die Ausstellung zu Flucht und Vertreibung wird bis zum 25. November in Zürich zu sehen sein, jeweils montags bis samstags von 9.00 bis 20 Uhr.

Exponate aus dem Kunstarchiv der Jesuitenmission, Fotografien und Alltagsgegenstände machen das hochaktuelle Thema der Wanderausstellung für die Besucher direkt erfahrbar. Künstler aus verschiedenen Ländern zeigen in ihren Werken die menschliche Seite der Flucht. 

Wir laden Sie herzlich ein.


Jesuitenhilfswerke tagten im Wallis

P. Peter Balleis SJ
P. Peter Balleis SJ

Zusammenarbeit soll verstärkt werden

Im Zeichen des Ordensjubiläums und der Wiedereröffnung der Jesuitenschule in Brig vor 200 Jahren hat das Xavier Network, der internationale Zusammenschluss jesuitischer Hilfswerke, seine diesjährige Herbsttagung im Wallis abgehalten. Gastgeber war die Jesuitenmission Schweiz. Das ordensinterne Netzwerk ist nach dem ersten Jesuitenmissionar Franz Xaver (engl. Francis Xavier) benannt. Es koordiniert gemeinsame Entwicklungsprojekte und Hilfseinsätze in aller Welt. Bei der Herbsttagung vom 1. bis 3. Oktober im Bildungshaus St. Jodern in Visp berieten Vertreter aus Spanien, Portugal, Italien, Österreich, Deutschland, England, Irland, Kanada, Australien und der Schweiz über Möglichkeiten und Wege einer noch engeren Kooperation. Zu den Schwerpunkten des internationalen Engagements zählen Bildungs-, Sozial- und Seelsorgeprojekte. Bei der Veranstaltung in Visp berichtete P. Peter Balleis SJ, internationaler Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes JRS, über die Arbeit in aktuellen Krisenregionen. Jesuitenteams sind heute zum Beispiel im Südsudan, in Syrien und im Nordirak im Einsatz, wo sie sich um Kriegsopfer und Flüchtlingsfamilien kümmern.
 

„Gott ist ein guter Arbeitgeber“. - Predigt von Christian M. Rutishauser

von Regula Lutz

Festgottesdienst zum Jubiläum „200 Jahre Wiedererrichtung des Jesuitenordens“

Im Festgottesdienst zum Jubiläum „200 Jahre Wiedererrichtung des Jesuitenordens“ vom vergangenen Sonntag, dem 28. September 2014, predigte der Provinzial der Schweizer Jesuiten, P. Christian M. Rutishauser SJ, in der Luzerner Jesuitenkirche, dass er „keine bessere Burnout-Prophylaxe“ kenne als die ignatianische Spiritualität. Er skizzierte, wie in dieser Spiritualität, aus welcher die Jesuiten und die Menschen, die ihnen verbunden sind, leben, sogenannt männliche und sogenannt weibliche Elemente eigen sind.

Am Ende seiner programmatischen Predigt ermutigte er die Mitfeiernden, im Dienste Gottes und der Mitmenschen am Aufbau des Reiches Gottes weiterzuarbeiten. Selbst wenn der materielle Wohlstand in den kommenden Jahren abnehmen werde, so Rutishauser, sollte es uns leicht fallen, „voll Dankbarkeit nicht nur“ für uns und die eigene kleine Welt zu arbeiten, sondern uns von Gott in den Weinberg schicken zu lassen. Er rief die Mitfeiernden auf, sich „neu der Geschichte“ anzuvertrauen, „die Gott eröffnet hat. Schreiben wir uns in die Heilsgeschichte Gottes“ ein. „Wir arbeiten dann mit Gott mit, der diese Welt zum Heil aller bewirtschaftet. Gott ist ein guter Arbeitgeber, dem mehr zu vertrauen ist als allen anderen.“

 

Die Predigt als pdf-Datei


Ökumenische Tagung: "Christsein heute – Auf der Grenze leben"

von Administrator

„Christsein heute – Auf der Grenze Leben“ lautete das Thema der ökumenischen Tagung am 20. September 2014 im Lassalle-Haus Bad Schönbrunn. Die Veranstaltung stand im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Wiedererrichtung des Jesuitenordens“. Prominente Referentinnen und Referenten verschiedener christlicher Konfessionen fragten danach, welche Beiträge die Spiritualität und religiöse Gemeinschaften, Klöster und Orden in die ökumenischen Diskussionen einbrachten und heute noch liefern, welches der Auftrag der Kirche und der Gläubigen in einer offenen säkularen Gesellschaft ist, wie der Glaube im Alltag konfessionsverbindend gelebt werden kann, was das Ziel der Ökumene heute ist und welche Chancen das bevorstehende 500-jährige Reformationsjubiläum bietet.

Anbei finden Sie die Programmübersicht der Tagung sowie die ungeschnittene Aufzeichnung der Vorträge und der Podiumsdiskussion.

P. Provinzial Christian Rutishauser SJ: Christsein heute – Auf der Grenze leben

P. Martin Werlen OSB: Katholische Pflicht zur Ökumene

P. Dr. Paul Oberholzer SJ: Die Gesellschaft Jesu – Im Dienste kirchlicher «Aussenpolitik»

Dr. Augustin Sokolovski: Die Jesuiten und die Unionen in den Ostkirchen

Dr. Claudia Kohli Reichenbach: Exerzitien und geistliche Begleitung

Pfr. Dr. Martin Robra: Die Bedeutung von Orden, Köster und Gemeinschaften

Dr. Gottfried Locher: Vom Auftrag der Kirche. Erinnerungen

Prof. Dr. Eva-Maria Faber: Ökumene in der Spannung

Podium: Ökumenische Angrenzung als geistlicher Ort für das Christsein in offener Gesellschaft


Christsein heute - Auf der Grenze leben

von Regula Lutz

Die Zeitschrift „reformierte Presse“ berichtet ausführlich über die Tagung im Lassalle-Haus Bad Schönbrunn, in welcher am 20. September 2014 aus Anlass des Jubiläums „200 Jahre Wiedererrichtung der Gesellschaft Jesu“ Exponentinnen und Exponenten verschiedener christlichen Konfessionen über den Stand der Ökumene nachdachten. Zudem führt sie ein ausführliches Interview mit Provinzial P. Christian M. Rutishauser SJ.

Link zum Artikel

Link zum Interview

 


"Dank den Jesuiten" - Heiner Geissler über die Gesellschaft Jesu

von Regula Lutz

Der Jesuitenorden wurde von den Bourbonen, den Schweizern, von Stalin, von Hitler sowie von der eigenen Kirche verboten. Mein Leben haben die Jesuiten enorm geprägt.

Von Heiner Geissler, dem ehemaligen deutschen Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit und Generalsekretär der CDU.

 Link zum Artikel in der Weltwoche


P. Paolo Dall'Oglio SJ soll noch am Leben sein

von Regula Lutz

Mailand, 17.9.14 (Kipa) Der von islamistischen Milizionären in Syrien entführte italienische Jesuitenpater Paolo Dall'Oglio «ist am Leben und es geht ihm relativ gut»: Das erklärte der syrische Oppositionsaktivist Michel Kilo in einem Telefoninterview mit dem «Corriere della Sera» von Montag, 15. September.

Nach Angaben Kilos werde der Jesuit in einem Gefängnis nahe der syrischen Provinzhauptstadt Ar-Raqqa festgehalten. Er sei in den Händen von irakischen Dschihadisten, die zur Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) gehören.

Dall'Oglio war durch die Revitalisierung des syrischen Klosters Der Mar Musa al-Habashi bekannt geworden. Er setzte sich 30 Jahre konsequent für einen christlich-islamischen Dialog auf spiritueller Basis ein. Der 59-Jährige war am 29. Juli 2013 in Ar-Raqqa von Islamisten festgenommen worden. Er hatte sich in der damals bereits unter Kontrolle der Islamisten stehenden Stadt aufgehalten, um über die Freilassung der beiden entführten Aleppiner Metropoliten Mar Gregorios Youhanna Ibrahim und Boulos Yazigi zu verhandeln.

Hieb- und stichfeste Quellen

In den letzten Monaten hatte es immer wieder Berichte gegeben, wonach Pater Dall'Oglio bereits wenige Stunden nach seiner Festnahme ermordet worden sei. Michel Kilo wies im Gespräch mit dem «Corriere» diese Version entschieden zurück. Er habe hieb- und stichfeste Quellen, dass der Jesuit am Leben sei. Pater Dall'Oglio sei demnach von «Ahrar al-Sham»-Milizionären festgenommen worden. Diese islamistischen Milizionäre hätten ihren Gefangenen dann an die Chefs von IS übergeben, vermutlich für eine «höhere Summe».

Zunächst hätten die IS-Leute den Jesuiten in der einstigen Präfektur von Ar-Raqqa festgehalten, die ihnen jetzt als Hauptquartier dient. Mit Dall'Oglio seien zahlreiche andere westliche Geiseln dort festgehalten worden, unter anderen der amerikanische Journalist James Foley, der von den Islamisten vor kurzem vor laufender Kamera ermordet wurde.

Keine Verhandlungen mehr

Ursprünglich habe es Verhandlungen über eine Freilassung des Jesuiten gegeben, berichtete Kilo, der mit Pater Dall'Oglio seit vielen Jahren gut befreundet ist. Jetzt gebe es keine Verhandlungen mehr, die Situation sei für den Jesuiten insgesamt viel gefährlicher geworden, weil Italien die neue amerikanische Koalition gegen die IS-Milizionäre auch mit Waffenlieferungen unterstützen wolle. Die IS-Leute seien offensichtlich entschlossen, sich an allen Geiseln zu rächen, die Staatsangehörige von Ländern sind, die sich an der neuen Koalition beteiligen. (kipa/kap/job)


Bilder als Vermittlung einer Berufung

Pierre Emonet SJ und Barbara Hallensleben denken über die Bilder der Ignatius-Kapelle des Collège Saint-Michel in Fribourg nach

Die Ignatius-Kapelle des Collège Saint-Michel in Fribourg entstand zwischen 1638 und 1640. Sie ist mit zwanzig grossen Gemälden ausgestattet, in denen Szenen aus dem Leben des Gründers der Jesuiten, Ignatius von Loyola, aufscheinen.

Dieser Bildzyklus verdient Aufmerksamkeit als Kulturgut von Stadt und Kanton Fribourg. Zugleich führt er zu den Ursprüngen der ignatianischen Berufung, die im Leben des Ignatius verkörpert ist. Insofern eignet sich der 200. Jahrestag der Wiederherstellung der Gesellschaft Jesu im Jahre 1814 gut, um diesen Fribourger Ignatius-Zyklus herauszugeben.

Das Buch ist begleitet von kunsthistorischen Erläuterungen und Auszügen aus der Vita des Ignatius, die sein Gefährte Pedro de Ribadeneira verfasst hat.

Buchangaben: Emonet SJ Pierre, Hallensleben Barbara (Hrsg.): Ignatius von Loyola. Ein Leben in zwanzig Bildern. Kolleg St. Michael, Freiburg Schweiz. Reinhardt-Verlag, Basel 2014. (EPIPHANIA 4) 72 Seiten, ISBN 978-3-7245-2032-0, EUR 24.00 / CHF 29.00 (zweisprachige Ausgabe)

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Lucerne Festival 2014: „Theologie des Herzens“ - P. Hansruedi Kleiber SJ

CC-BY-SA-2.5: Andrew Bossi

Das Lucerne Festival vom Sommer 2014 steht unter dem Motto „Psyche“. P. Dr. Hansruedi Kleiber SJ, Rektor der Jesuitenkirche Luzern, hat am Sonntag, 17. August, im Rahmen des Festivals eine „Theologie des Herzens“ vorgetragen. Es ging um „Seelenlandschaften aus musikalischer und theologischer Sicht“ .

PDF Link und Download des Vortrags