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Pater Rothlin zur Kirchenspaltung in China

 

In China ist die römisch-katholische Kirche gespalten: in eine von Peking anerkannte «Patriotische Kirche» und in eine romtreue Untergrund-Kirche. Papst Franziskus ist es ein grosses Anliegen, die römisch-katholische Kirche in China zu einen, und es deutet sich eine Wende an. Doch regimekritische Christen berichten von ihrer Verfolgung und fürchten, ihr jahrzehntelanger Widerstand im Untergrund sei umsonst gewesen. Darüber reflektiert der Schweizer Jesuit Stephan Rothlin in der Sendung «Perspekiven» auf Radio SRF 2 Kultur. Pater Rothlin lehrt seit Jahren in China Wirtschaftsethik.

Zum Radiobeitrag von Sonntag, 22.7.2018

 

Stephan Rothlin SJ ist im September 2018 wieder in der Schweiz. Vom 1. bis 2. September lädt er mit Nabih Yammine von Solidarité Liban-Suisse zu einem Kontemplations-Wochenende in den Flüeli Ranft. Das Seminar richtet sich an Geschäftsleute, LehrerInnen, Medienschaffende, SozialarbeiterInnen und Interessierte. Das Thema: Führungsethik in schwierigen Konflikten und Geschäftspraktiken. Wie kann Solidarität und Subsidiarität inmitten scheinbar aussichtsloser Situationen greifbar werden? Im Brennpunkt steht China und Libanon und der ganz persönliche Alltag: Wie kann das Überwinden von Konflikten im Alltag gelingen? Zeiten des Austauschs wechseln sich ab mit Zeiten der Stille und Reflexion. 

Zu Information und Anmeldung

Am Mittwochabend, 19. September 2018 findet zudem die dritte Ladanyi-Vorlesung statt (18.30 bis ca. 21 Uhr, aki, Hirschengraben 86 Zürich). Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse des Medienalltags in China. ARD-Journalistin Ariane Reimers präsentiert ihr Video "Auf den Spuren  der Christen in China".  Es geht um die Frage, wie es möglich ist, sich in China ein adäquates Bild über eine komplexe Wirklichkeit zu machen. Anschliessend berichtet sie über ihre Veloreise und betitelt ihren Vortrag mit: "Auf dem Velo gegen die Fake News: Medienalltag in China." Die Themen werden in einem  Podium von Ariane Reimers, Pfarrer Christoph Waldmeier und Pater Stephan Rothlin SJ vertieft.

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Jesuiten-Universitäten erstarken

von Regula Lutz

„Die Entwicklung einer gerechteren, menschlicheren Welt zu Gottes grösserer Ehre“: Dies ist die Losung der neuen Vereinigung von Jesuiten-Universitäten, die am 11. Juli 2018 mit einer Feier in Loyola gegründet wurde. Generaloberer Arturo Sosa SJ rief vor 300 Delegierten von 200 Jesuiten-Hochschulen auf, mit vereinten Kräften auch das JWL-Programm vorwärts zu bringen, das Flüchtlingen und sozial Benachteiligten eine universitäre Bildung ermöglicht. Die Feier eröffnete König Felipe von Spanien, der bei Jesuiten in Georgetown studiert hat.

Bilbao/Rom – Am 11. Juli ist in Loyola eine weltweite Vereinigung von Jesuiten-Universitäten und -Fachhochschulen gegründet worden. Der Generalobere Arturo Sosa SJ und der Sekretär für Hochschulbildung, Michael J. Garanzini, unterzeichneten eine Charta zusammen mit Vertretern der sechs Provinziälekonferenzen in der Basilika des baskischen Wallfahrtsortes. Die «International Association of Jesuit Universities» soll für das Sekretariat des Generaloberen koordinierend und beratend tätig sein, um das Hochschulapostolat der Gesellschaft Jesu weiterzuentwickeln und «die Entwicklung einer gerechteren und menschlicheren Welt zu Gottes größerer Ehre zu fördern». Jede der sechs Provinziälekonferenzen wird zwei Mitglieder in den Vorstand entsenden.

Das Treffen, an dem 300 Jesuiten und Mitarbeitende von Jesuitenuniversitäten aus der ganzen Welt teilnehmen, war am Sonntag vom spanischen König Felipe VI. eröffnet worden. Er erinnerte an seine Studienzeit in Georgetown, wo er von Jesuiten gelernt habe, dass «akademische Exzellenz immer Hand in Hand gehen muss mit Werten wie Anstrengung, Verantwortung und Gemeinwohl». In einer Welt, die vor großen Herausforderungen wie Ungleichheit, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen oder Umweltschäden stehe, sei das intellektuelle Apostolat der Jesuiten umso wichtiger. Jesuitenuniversitäten hätten ein spezifisches Modell, in dem «Werte im Mittelpunkt stehen».

Universitäre Bildung auch für Flüchtlinge in Lagern

Exzellente Bildungsstätten ist das eine – den Bildungszugang für alle das andere. So betonte Arturo Sosa SJ vor den Delegierten der über 200 universitären Jesuiten-Schulen die Wichtigkeit des Jesuit Worldwide Learning-Programms. Das Kürzel JWL steht für das digitale Bildungsprogramm für Benachteiligte und Flüchtlinge in Slums, entlegenen Dörfern und Flüchtlingslagern, wo junge Menschen mit Online-Kursen lernen und sich in multi-ethnischen und multi-religiösen Lerngruppen zusammenschliessen. Für dieses neue universitäre Bildungsangebot für Menschen am Rande der Gesellschaft brauche es die Kräfte aller. «Die technischen Möglichkeiten unseres Zeitalters erlauben uns, Menschen zu erreichen, die bisher geografisch und sozial marginalisiert waren», sagte der Generalobere und berichtete von seinem kürzlichen Besuch in Sri Lankas Norden. «Ich durfte in die lachenden Gesichter einer Gruppe von jungen Menschen schauen, die dank den vereinten Kräften der lokalen Jesuitenkommunität und der JWL-Programmverantwortlichen ihre Universitätsdiplome in Händen hielten.»


Ehre für Pedro Arrupe SJ

von Regula Lutz

Loyola - Der Jesuitenorden will die Seligsprechung von Pater Pedro Arrupe SJ, dem 28. Generaloberen des Ordens, betreiben. Der Generalobere Arturo Sosa SJ kündigte dies in seiner Abschlussrede zur Gründung der internationalen Vereinigung von Jesuiten-Universitäten und -hochschulen in der Basilika von Loyola, der Heimatregion von Pedro Arrupe, an. "Wir stehen noch ganz am Anfang des Prozesses, aber der Kardinalvikar von Rom, Angelo de Donatis, hat der Diözese Rom - wo Arrupe starb - seine Zustimmung gegeben, den Prozess der Seligsprechung zu eröffnen", sagte Pater Sosa gestern unter dem Applaus der anwesenden Jesuiten und Mitarbeitenden. Er bat um Gebete für die Seligsprechung und die Mitarbeit aller, die nützliche Informationen über Arrupe geben könnten, "einem Mann, der wirklich in Christus verwurzelt und ganz auf die Sendung ausgerichtet war, und dessen größtes Wunder darin besteht, dass wir heute hier versammelt sind."

1907 im Baskenland geboren, ging Pedro Arrupe als Missionar nach Japan und überlebte den Atombombenabwurf in Hiroshima. Kurz vor Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils zum Generaloberen gewählt, steuerte Arrupe den Orden mit seinem Charisma und großer persönlicher Frömmigkeit durch die Umbruchsjahre der Ausrichtung der Kirche auf die Gegenwart. Wegweisend dafür war die 32. Generalkongregation, die 1975 die Sendung des Jesuitenordens mit der Kurzformel "Kampf für Glaube und Gerechtigkeit" zusammenfasste: "Was heißt Jesuit sein heute? Sich unter dem Kreuz im entscheidenden Kampf unserer Zeit einsetzen: im Kampf für den Glauben, der den Kampf für die Gerechtigkeit mit einschließt." Als ihn 1981 ein Schlaganfall arbeitsunfähig machte, setzte Papst Johannes Paul II. einen "persönlichen Delegaten" ein und stürzte den Orden in eine schwere Krise, die erst 1983 mit der Wahl eines Nachfolgers beendet wurde. Arrupe starb 1991.


Der nie gekündigte Bund

von Regula Lutz

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. bekräftigt in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Communio (4/18) seine Haltung: Die Juden sind Gottes Volk, aber die Wahrheit liegt im Christentum.

Christian Rutishauser SJ nimmt im NZZ-Feuilleton vom 7.7.2018 Stellung:  «Die Dialogtexte der Kirche sprechen seit «Nostra aetate» immer auch von der Beziehung zwischen Juden und Christen und deren Qualität. Bei Benedikt fehlt diese Dimension. Nirgends versucht er, das Judentum als Glaubensgemeinschaft nach Christus zu verstehen, zu wertschätzen oder aus der jüdischen Tradition zu lernen. (…) Signale in diese Richtung wären notwendig gewesen, nur schon, um den vatikanischen Dokumenten seit dem Konzil gerecht zu werden, die dies explizit fordern.»

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Das heikle Thema der jüdisch-katholischen Beziehung ruft nun weitere AutorInnen und Autoren auf den Plan. So etwa Pfarrer Heinz Angehrn, der in zahlreichen Funktionen für die Kirche Schweiz wirkte und für die Schweizerische Kirchenzeitung und das diözesane Forum redaktionelle Mitverantwortung trägt: «Das Thema verfolgt uns – und mit «uns» meine ich nun sämtliche christliche Kirchen und Theologien seit Jahrhunderten – für immer. Denn das Judentum ist im Verhältnis zum Christentum keine reine Konkurrenzreligion, sondern vielmehr unsere Mutterreligion.»

Zum Blog von Heinz Angehrn...

 


Radiopedigt zum 13. Sonntag im Jahreskreis

von Regula Lutz

Die Radiopredigt von P. Provinzial Christian Rutishauser auf Radio SRF 2, am 1. Juli 2018.

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Wenn Steine sprechen: Living Stones-Führungen in der Jesuitenkirche Luzern

von Regula Lutz

Living Stones – lebendige Steine – sind besondere Kirchenführungen: Junge, im Christentum verankerte Guides begleiten Gäste auf spannende kunstgeschichtliche Touren. Ein Interview in der Luzerner Zeitung mit Theologe Marco Schmid, begeisterter Living Stoner, der seit einem Jahr mit Andreas Schalbetter SJ ein Team in der Luzerner Jesuitenkirche betreut. Das Projekt entstand vor 10 Jahren, Teams gibt es mittlerweile in 30 europäischen Städten. Die Idee dazu stammt von Jean-Paul Hernández SJ, der in Biel aufwuchs, in Fribourg studierte und in Italien in den Jesuitenorden eintrat.  

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Der Papst und die Schweizer Jesuiten

von Regula Lutz

Papst Franziskus weilte am 21. Juni in Genf und feierte am Abend vor über 40 000 Menschen in der Palexpo-Halle Eucharistie – mit dabei ein Dutzend Schweizer Jesuiten als Konzelebranten.

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Franziskus ist der erste Papst, der dem Jesuitenorden angehört. Anlass für Schweizer Radio und Fernsehen, die hiesigen Jesuiten in den Fokus zu stellen:

Provinzial Christian Rutishauser SJ war Gast bei Barbara Peter im Tagesgespräch vom 20. Juni (13 Uhr, Radio SRF 1).

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Zu hören war Rutishauser auch bei Raphael Rauch in der Sendung «Zwischenhalt» vom 16. Juni (18.30 Uhr, Radio SRF 1).

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Zu sehen war das Wirken der Schweizer Jesuiten in der Newssendung «10 vor 10» vom 20. Juni . SRF-Reporter Stephan Rathgeb geht in seinem Sieben-Minuten-Beitrag auf Spurensuche in die Jesuitenkirche Luzern, ins Lassalle-Haus ob Zug, ins Ursulinen-Kloster in Brig, beim Provinzial und der katholischen Hochschulgemeinde aki am Hirschengraben in Zürich.

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Dem Ruf Gottes folgen. Ordensleben heute wählen.

von Regula Lutz

Ein Film, in dem auch Julien Lambert SJ, Jesuit aus Genf, der gerade in Paris im Studium ist, von seinem inneren Weg ausführlich erzählt.

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Er denkt für den Papst

von Regula Lutz

Franziskus ist der erste Papst, der dem Jesuitenorden angehört. Und wenn Franziskus am 21. Juni 2018 nach Genf kommt, interessiert auch das Wirken der Jesuiten hierzulande. Ein Porträt des St. Galler Tagblattes über den höchsten Schweizer Jesuiten: Provinzial Christian Rutishauser SJ, der den Papst in Fragen zur religiösen Beziehung zum Judentum berät. St. Galler Tagblatt, 19. Juni 2018


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Papstfilm von Wim Wenders im Sommer auch in Open Air-Kinos

von Regula Lutz

«Als spräche der Papst direkt zu uns»:

Franz-Xaver Hiestand SJ schreibt über den neuen Papst-Film des deutschen Regisseurs Wim Wenders, der im Sommer auch in Open-Air-Kinos zu sehen ist: zum Beispiel am 29. Juli in St. Gallen, 4. Aug. in Luzern, 7. Aug. in Aarau, 9. Aug. in Zug, 20. Aug. in Brig (Start beim Eindunkeln zwischen 20.45 und 21.30 Uhr). Programm unter www.open-air-kino.ch; auch kleinere Freiluft-Kinos zeigen den Film.  

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Radiopedigt zum 9. Sonntag im Jahreskreis

von Regula Lutz

Die Radiopredigt auf SRF 2 am 9. Sonntag im Jahreskreis, 3. Juni 2018 von P. Provinzial Christian Rutishauser SJ.

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Am Rand der Piste

von Regula Lutz

Das Pfarrblatt forum berichtet in der aktuellen Ausgabe über die wöchentlichen Besuche von P. Christoph Albrecht SJ im Namen des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes und des Solinetzes Zürich in der Nothilfeunterkuft NUK Glattbrugg.

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