Wo wohnst Du? – Kommt und seht!

Joh 1,39

 

Priesterweihe Martin Föhn SJ, Moritz Kuhlmann SJ, 17. Oktober 2020 Liebfrauenkirche, Zürich

Ablauf des Festes

15:00 Uhr: Priesterweihe in der Liebfrauenkirche (Weinbergstraße 36)
17:00 Uhr: Apéro riche in der Mensa der ETH (Leonhardstraße 34)
19:30 Uhr: Abendessen am selben Ort
22:00 Uhr: Ausklang im aki – Katholische Hochschulgemeinde Zürich (Hirschengraben 86)

Wir sind froh um eine Anmeldung bis zum 13. September.

 

Anmeldung / Inscription

 

Die Weihekandidaten

Martin Föhn SJ
Ich wurde 1982 geboren und bin in der Zentralschweiz im Dorf Muotathal aufgewachsen. Nach der Ausbildung zum Landwirt ging ich nach Südamerika, um Erfahrungen in der Mission und Entwicklungszusammenarbeit zu sammeln. Zurück in der Schweiz begann ich - nach kurzem Zögern - ein Studium der Religionspädagogik. Nach einigen sehr bereichernden Jahren in der Pfarrei als Religionslehrer und in der Jugendarbeit trat ich 2010 dem Jesuitenorden bei.
Nach der zweijährigen "Grundausbildung" im Noviziat folgten drei Jahre Philosophiestudium in München. Wie es in der Jesuitenausbildung üblich ist, folgte auch bei mir eine praktische Tätigkeit: Von 2015 bis 2017 arbeitete ich als Hochschulseelsorger im aki, der katholischen Hochschulgemeinde, Zürich. Das Theologiestudium führte mich nach Paris, wo ich nebenbei noch eine Ausbildung zum Mediator absolvierte.
Nun bin ich in Basel beginne meine Arbeit für den Pastoralraum Basel im Bereich Bildung und Spiritualität. Nebenbei werde ich in der Studierendenarbeit mitwirken. Ich freue mich sehr auf die vielfältigen Aufgaben und die unterschiedlichsten Menschen.
 
Moritz SJ

Komm und sieh.
Habe ich Jesus so rufen gehört?

Da ist die Erfahrung eines Unfalls als Jugendlicher. Schmerzen und Angst plagen mich, als ich aus dem Krankenwagen geschoben werde. Aber dann höre ich die Stimme meiner Mutter und sofort weiß ich: Alles wird gut. Später geht mir auf, dass auch die Stimme Gottes diesen Klang hat. Die Erfahrung von Geborgenheit in meiner Familie hat das Fundament in mir gelegt, die Stimme Gottes als rettende zu hören. Komm und höre sie.
Zu Schulzeiten lerne ich Jesuiten kennen. Ich merke Ihnen an, dass ihr Leben um einen Mittelpunkt kreist. Meines ist eher chaotisch. In der Jugendgruppe vertrauen sie mir Verantwortung für andere an. Sie krempelt mich um, weil ich endlich Verantwortung für mich selbst erlerne. Ihren Glauben sehend entdecke ich, dass er nicht naiv ist, wie ich dachte. Er wirkt klug und überzeugend. Und er hat die Kraft, alles zu verändern. Komm und sieh: Dein Leben kann in eine Richtung geordnet sein.
Nach dem Abitur beginne ich, nach Glauben zu suchen. Ich höre die Einladung, das Kreisen um mich zu lassen und einen Raum zu betreten, den ich nur als unbekannt, dunkel, schwarz, aber als warm und lockend wahrnehme: Gott trauen. Komm und sieh, welch eine Befreiung es ist, eine Entscheidung fürs Leben zu treffen.
Im Studium verliebe ich mich. Eine Wahl steht an, zwischen zwei Lieben. Feuer entfacht andere Feuer. Jesuit werden oder Partner und Vater sein? Ich habe Angst davor, Türen zu schließen. Aber zugleich erahne ich: komm und sieh, welche sich öffnen. Und welch ein Leben in Fülle wartet. In den Studien Philosophie und Theologie in Frankfurt, München und Innsbruck erlebe ich die Chance, dorthin zu gehen, wo es tief ist. Zuletzt packt mich v.a. die Heilige Schrift. Komm und lies.
Zwischen den Studien werde ich in den Kosovo gesandt. Auf der Straße treffe ich Saide, sie stellt ihren mit Müll beladenen Schubkarren ab, wäscht sich das Gesicht in einer Pfütze. „Komm und sieh, wo ich wohne“. Sie führt mich in ihr Romaviertel. Kein Kind geht zur Schule, sie müssen Saide beim Müllsammeln helfen. Die Schüler.innen unseres Gymnasiums sind berührt, als sie erstmals kommen, Saide und die Kinder zu besuchen. „Wir gehen abends zu Ihnen, damit sie wenigstens lesen und schreiben lernen können“. Die Gymnasiasten und die Romakinder lassen mich meine Mission sehen: Brücken bauen und Gemeinschaft aufbauen, um des Austauschs der Gaben willen.
Derzeit lerne ich chinesisch, um mich auf Studien im chinesischsprachigen Raum vorzubereiten. Nun werde ich Priester. Welche Schritte gehe ich da? Ich erahne den Ruf Jesu auch jetzt, vielleicht noch unklar, erst später werde ich verstehen. Komm und sieh. Wohin willst du mich jetzt führen?

 

Mögliche Unterkünfte

Jesuiten melden sich bitte direkt bei den Weihekandidaten bis 20. August, wenn sie eine Unterkunft brauchen.

 

Spendenprojekt

Ecojesuit ist ein weltweites Netzwerk der Gesellschaft Jesu, das Kooperationen über Gruppen, Institutionen und Kontinente hinaus pflegt, um dem Ruf einer ökologischen Umkehr im Sinne der päpstlichen Enzyklika Laudato Si’ zu folgen.
Länder übergreifend ermutigen wir insbesondere junge Menschen dazu, voneinander zu lernen und auf kreative Weise zu interagieren, indem wir den Austausch in mehrwöchigen Sommercamps fördern, «Spirituality for Action» Workshops organisieren und verschiedene Aktionen von Jugendgruppen weltweit miteinander verlinken.
Ausgehend von den Geschichten ausgegrenzter und missachteter Gemeinschaften, die inmitten globaler Herausforderungen von Not und Hoffnungen erzählen, gestalten wir ein gemeinsames Engagement zur Versöhnung mit Gott, untereinander und mit der Schöpfung.
Stiftung Jesuiten weltweit Schweiz
Vermerk: ecojesuits
Bank: PostFinance 89-222200-9
IBAN: CH51 0900 0000 8922 2200 9
BIC: POFICHBEXXX

Primizfeiern

Martin Föhn SJ
Samstag, 24. Oktober 2020, 17:00 Uhr
Kirche St. Clara, Basel


Sonntag, 8. November 2020, 10:00 Uhr
Pfarrkirche Muotathal


Moritz SJ
Sonntag, 18. Oktober 2020, 10:00 Uhr
Zürich