Gedanken zu Weihnachten aus Nahost von Daniel Corrou SJ vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst

(Kommentare: 0)

Von Daniel Courrou SJ, Regionaldirektor JRS Naher Osten und Nord-Afrika

In der christlichen Tradition ist das Weihnachtsfest eine grundlegende Erinnerung daran, dass wahrer Frieden, Freude und Gerechtigkeit nicht dadurch gefunden werden, dass man sich auf die Macht des Militärs oder von Berühmtheiten verlässt. Fündig werden wir vielmehr in unserer mitmenschlichen Begleitung der Schwächsten, wie zum Beispiel in dem obdachlosen Flüchtlingskind, das in einer Garage geboren wurde.

Hoffnung wird in eine Welt der Angst und Verzweiflung hineingeboren! In diesem schwierigen Jahr ist die Hoffnung unser tiefster Wunsch und unser Gebet gewesen.

Dank an Sie alle, dass Sie inmitten dieser Schwierigkeiten Beispiele der Hoffnung sind. Danke für Ihre Unterstützung und Solidarität; danke für die unzähligen Möglichkeiten, wie Sie in Solidarität die Mission des JRS mittragen:  Menschen auf der Flucht begleiten, ihnen dienen und sich für sie einsetzen.

In dieser Jahreszeit des Lichts und der Hoffnung sende ich Gebete der Dankbarkeit an alle mit uns partnerschaftlich und freundschaftlich verbundenen Menschen, an die Mitarbeitenden und Freiwilligen des JRS. Ihr Engagement, in welcher Form auch immer Sie die Schwächsten begleiten, ist ein glänzendes Beispiel für den Weg in eine gerechte und friedliche Welt, nach der wir uns alle sehnen.  

Besonders dankbar bin ich allen Mitarbeitern und Freiwilligen des JRS im Irak, in Jordanien, im Libanon und in Syrien. Sie haben immer wieder Stärke, Kreativität und Liebe bewiesen, als Reaktion auf mehrere Wirtschaftskrisen, eine massive Explosion, eine globale Pandemie und eine radikale Veränderung in der Art und Weise, wie wir unterrichten und gemeinschaftsbildende Programme anbieten. Ich bin mir sehr bewusst, dass dieses Jahr einen hohen Tribut an Kraft gefordert hat von allen Menschen, die wir begleiten. Auch unsere Mitarbeitenden und Freiwilligen wurden übermässig gefordert. Daher ist mir noch bewusster, dass der JRS in das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden investieren muss, damit sie ihre hervorragende Arbeit aufrechtzuerhalten können.

Libanon, August 2020: eine JRS-Mitarbeiterin auf Hausbesuch nach der Bombenexplosion im Hafen von Beirut.

Zurück