S., Nothilfelager Glattbrugg: «Frieden? Wir haben gar nicht die Möglichkeit, Frieden hier zu leben»

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«Was braucht es, um miteinander in Frieden zu leben?», fragt Christoph Albrecht SJ zwei junge Männer, die ihre ganze Hoffnung an ein Härtefallgesuch klammern: Als abgewiesene Flüchtlinge warten sie im Nothilfelager Glattbrugg ZH auf diese letzte Möglichkeit, doch noch eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten. Sie haben grosse Angst vor einer gewaltsamen Ausschaffung, wie sie vergangene Woche Betroffene in der Westschweiz erleiden mussten (Echo der Zeit, «Schweiz schiebt abgewiesene Asylbewerber nach Äthiopien ab»).

In Glattbrugg befinden sich zurzeit etwa 50 Menschen aus Äthiopien, Eritrea, Afghanistan, Iran, Irak, Pakistan, Marokko und weiteren Ländern. Sie versuchen, mental irgendwie zu überleben. Wer ein Härtefallgesuch stellen will, muss mindestens fünf Jahre am Stück in der Schweiz registriert sein – viele von ihnen aber leben seit acht, zehn oder noch mehr Jahre in dieser Extremsituation.

Stellvertretend für sie antworten S. und H. fliessend auf Deutsch im Kurzvideo von Christoph Albrecht. Der Jesuit leitet den Jesuiten-Flüchtlingsdienst Schweiz und besucht seit viereinhalb Jahren zweimal die Woche die Menschen in den Containern am Pistenrand von Zürich-Kloten. 

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