Überwältigende Spendenbereitschaft zugunsten der Flüchtlinge im Nordirak

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Die Jesuitenmission Schweiz und die Hilfsorganisation Jesuit Refugee Service (JRS) bitten um Unterstützung für Flüchtlingsfamilien im Nordirak. Zahlreiche Privatpersonen, Stiftungen, kirchliche Organisationen und Gemeinschaften sind dem Spendenaufruf bereits gefolgt und haben bisher insgesamt rund 800‘000 Franken bereitgestellt (Stand 15. Dezember 2014). „Wir sind überwältigt von der grossen Hilfsbereitschaft“, so Pater Toni Kurmann SJ, Leiter der Jesuitenmission in Zürich. „Die zahlreichen Spenderinnen und Spender setzen ein weithin sichtbares Zeichen der Solidarität mit den Flüchtlingen.“

Die Synode der katholischen Kirche im Kanton Zürich bewilligte 200`000 Franken für die Nothilfe des JRS im Nordirak. Namhafte Beträge spendeten u.a. auch die Lions Clubs Zürich und Zug, der Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich und die Katholische Kirchgemeinde Luzern. Zugute kommen die Gelder der Flüchtlingshilfe in der nordirakischen Stadt Erbil, wo der JRS derzeit 1`500 Familien mit dem Nötigsten unterstützt. Viele der vor den Terrormilizen des „Islamischen Staats“ verfolgten Menschen haben in dem Kurdengebiet Zuflucht gefunden. Sie sind notdürftig in Zeltsiedlungen und Rohbauten untergebracht und werden vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst und von weiteren Hilfswerken mit Lebensmitteln, Medikamenten und Kleidung unterstützt. Ausserdem sollen die Flüchtlingskinder schnellstmöglich wieder Schulunterricht erhalten. Der JRS errichtet deshalb provisorische Klassenräume in Container-Bauweise. Hinzu kommt die psychosoziale Betreuung traumatisierter Flüchtlinge, vor allem der Kinder. Fast alle von ihnen haben auf der Flucht Schreckliches erlebt.

„Die Flüchtlinge sind mehr denn je auf unsere Hilfe angewiesen“, betont Pater Peter Balleis SJ, internationaler Direktor des JRS mit Sitz in Rom. „Sie fürchten sich vor allem vor dem Winter. Allerorten fehlen feste Unterkünfte, die Schutz vor Kälte und Schnee bieten. Wir sind umso dankbarer für die Spendengelder aus der Schweiz. Sie versetzen uns in die Lage, den betroffenen Menschen eine erste Nothilfe zu leisten. Jesuiten vor Ort kümmern sich persönlich darum, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie am Dringendsten benötigt wird.“      

Der Flüchtlingsdienst der Jesuiten ist bereits seit 2008 im Nahen Osten aktiv, schwer­punktmässig in Syrien, Jordanien, im Libanon und in der Türkei. Über lokale Netzwerke erreicht er auch jene Flüchtlingsfamilien, die nicht in offiziellen Lagern untergekommen sind.

 www.jrs.net

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